Kultur

Lichtkunst im Märkischen Kreis

Lüdenscheider Lichtkunst setzt ein GlanzLicht auf Burg Altena und zaubert Glückskekse an die Kirchenfassade. Das Künstlerkollektiv um den Lüdenscheider Lichtkünstler Tom Groll erleuchtet in diesem Winter die dunklen Zeiten mit mit atemberaubenden Projektionen und hoffnungsvollen Botschaften.

Noch bis zum 26. Dezember erstrahlt auf der Südfassade der Erlöserkirche – sie ist Lüdenscheids ältestes Gotteshaus – der 2. LichtKunstKalender: Die neun Kunstschaffenden im Kollektiv „übersetzen“ täglich eine Glückskeks-Botschaft in eine visuelle, künstlerische Inszenierung. Das Videomapping auf 300 Quadratmetern erhellt täglich von 17 bis 22 Uhr die Abendstunden.

Vom 04. bis zum 18. Dezember wird der obere Burghof von Burg Altena zur Projektionsfläche: Was im Inneren der Festung als Ausstellungsstück zu sehen ist, kleidet dann die Bruchsteinmauern als Projektion neu ein. Beide – die Mauern wie das Requisit – erhalten eine spannende Um- und Neudeutung. Die Öffnungszeiten von Burg Altena sind hier nachzulesen: https://www.maerkischer-kreis.de/kultur-freizeit/burg-altena/veranstaltungen/glanzlicht/glanzlicht.php?ajaxsearch=1

Licht ist ein Versprechen. Gerade in dunklen Zeiten. Wir wünschen hoffnungsvolle Momente beim Betrachten!

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Spielzeugausstellung auf Gut Rödinghausen

Was steht denn bei euch in diesem Jahr auf dem Wunschzettel? Die Tonie-Box und die Roboterhand oder die neueste Baby born-Puppe? Vor 50 Jahren war der Kaufmannsladen hoch im Kurs, vor 100 Jahren das hölzerne Pferdchen auf Rädern.

Eine Ausstellung auf Gut Rödinghausen in Menden-Lendringsen zeigt noch bis Ende Januar historisches Spielzeug aus rund 100 Jahren. Damals ging es durchaus schon mobil unterm Weihnachtsbaum zu, auch wenn vom Smartphone noch niemand zu träumen wagte. Selbst in „dunklen“ Zeiten, während des Zweiten Weltkriegs, werkelten fürsorgliche Eltern und Großeltern an Geschenken für die Kleinen. Schließlich war Weihnachten!

MK Live TV durfte vor der offiziellen Eröffnung der Ausstellung am vergangenen Freitag, 26. November, schon mal einen Kamerablick auf die Exponate werfen. Museumsleiterin Jutta Törnig-Struck stellt ihre persönlichen Lieblingsstücke vor und erklärt euch, warum ihr euch diese Ausstellung unbedingt ansehen solltet!

Die Ausstellung Historisches Spielzeug* auf Gut Rödinghausen ist noch bis zum 30.01.2022 montags und donnerstags von 9 bis 17 Uhr sowie samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Es gilt 2G (geimpft oder genesen). Weitere Infos auf Facebook @GutRoedinghausen und auf www.menden.de!

*Eine Gemeinschaftsausstellung des Industriemuseums Menden und des Heimatmuseums Fröndenberg

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Neulich im Museum….

Neulich im Museum … genauer gesagt, in der Historischen Fabrikanlage Maste-Barendorf in Iserlohn macht Jonas, der das Iserlohner Freilichtmuseum mit seinen Eltern besucht, eine ungewöhnliche Bekanntschaft: Er trifft Anna Maste, die Tochter des Fabrikgründers Franz Maste.

Moment mal! Die Fabrikanlagen in Barendorf stammen aus dem 19. Jahrhundert. Also wie … kann Jonas auf Anna treffen??? Das Geheimnis des Museums, wir lüften es in diesem Video.

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Unbekannte Wanderwege

Wo bitteschön steht denn hier eine Jagdhütte? Die Geschichten der Forstwege im Ebbegebirge neu erzählt!

Schon mal durch das Ebbegebirge gewandert und an Schildern mit der Aufschrift „Jagdhüttenweg“, „Wilddiebsweg“, „Bobbahn“ oder „Muffelweg“ vorbeigekommen? Nun, die Forstwege auf dem Ebbekamm und an den Hängen tragen sprechende Namen, die sie vor allem den Forstarbeitern verdanken. Diese nutzen nämlich seit vielen Jahren die Bezeichnungen, um sich in dem großen Waldgebiet zu orientieren und miteinander zu kommunizieren: „Wir treffen uns um 6 an der Schneiderweiche!“ Hä?! Was uns nichts sagt, war und ist bis heute für die Forstleute eine sinnvolle Auskunft.

Aber WARUM trägt ein Forstweg genau diesen Namen?? In einigen Fällen stecken spannende Geschichten dahinter, die lange zurückliegen. Der Kreisheimatbund hat 2021 in einem Projekt die Geschichten der Forstwege recherchieren lassen und wird sie Ende des Jahres in einem Booklet veröffentlichen. Mitgewirkt haben unter anderem die Revierförster, aber auch viele andere „Insider“, die sich noch an die Herkunft der Forstwegenamen erinnern.

Unser Video berichtet vom Kick-off-Meeting, das – wo sonst – auf der Nordhelle stattgefunden hat.

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Posthumes Interview

Kreisdirektorin und „Heimatkult“-Moderatorin Barbara Dienstel-Kümper hatte sich zu einem außergewöhnlichen Interview verabredet. In der Balver Luisenhütte traf sie sich mit der Frau, der wir Märkischen Sauerländer unsere Luisenhütte in Balve-Wocklum zu verdanken haben: Anna Maria Theresia von Landsberg, Geborene von der Reck.

Wie? Die Dame müsste längst das Zeitliche gesegnet haben? Nun ja, erst vor ein paar Tagen war Halloween und da geistern bekanntlich allerhand Zeitgenossen durch die Gemeinde. Aber keine Angst! Die Freifrau von Landsberg war alles andere als gruselig unterwegs; vielmehr begegnete Barbara Dienstel-Kümper einer sehr smarten Persönlichkeit mit durchaus modernen Einstellungen.

Da Anna Maria von Landsberg nicht mehr allzu häufig in unserer Gegend weilt, haben wir von MK Live TV natürlich die Chance genutzt und das ganze Gespräch aufgezeichnet. Wir wünschen euch viel Spaß und erhellende Momente!

Ein besonderer Dank geht an: Stefanie Foryta, Theatergruppe pur:vu, Iserlohn!

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Wortfindungsamt

Hier wird der Besuch auf dem Amt, normalerweise ja eine eher öde Angelegenheit, zum künstlerischen Schaffensakt. Das WORTFINDUNGSAMT macht Station auf dem Lüdenscheider Rathausplatz:

Jede:r Bürger:in kann im Wortfindungsamt das von ihm oder ihr gefundene Wort beantragen, zum Beispiel … „Nachtschattengewächshaus“. Natürlich durchläuft die Genehmigung des persönlichen Wortes nach der Antragstellung einen behördlichen Genehmigungsprozess. Dieser dauert ungefähr einen Tag und danach kann der oder die Wortfinder:in das auf einem Schild abgedruckte Wort wieder abholen und im öffentlichen Raum anbringen. Das „Nachtschattengewächshaus“ zum Beispiel an der Eingangstür vom „Saitensprung“ (der Lüdenscheider kennt das).

So machen Behördengänge doch Spaß!

Das Wortfindungsamt ist ein Kunstprojekt der Hamburger Künstlerin Sigrid Sandmann. Der „pinke“ Bauwagen, in dem sich das Amt befindet, hat schon in zahlreichen Städten gestanden; in Lüdenscheid läuft das Projekt noch bis zum Wahlsonntag am 26.09.21. … Also, da könnte man doch glatt auf die Idee kommen, nach dem Wahlakt noch eben schnell das passende Wort an passender Stelle anzubringen … zum Beispiel das schöne Wort „Debakel“ an … ja, wo … das überlassen wir euch!

Das Wortfindungsamt hat natürlich auch einen Internetauftritt, die Behörde ist schließlich schon digitalisiert: https://www.wortfindungsamt.de/
Der Wortfund kann hier von dem:r Finder:in angegeben und fotografisch dokumentiert werden. Soll ja alles seine Ordnung haben.

Bei Facebook: @WORTFINDUNGSAMT

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Das Haus der kleinen Leute

Hausbesichtigung: klein, kleiner, Haus der kleinen Leute
Jedes WG-Zimmer ist heute größer als eine Etage in diesem Haus. Über drei Stockwerke verteilt kommt das „Haus der kleinen Leute“ am Südengraben 28 in Iserlohn auf etwa 30 qm Wohnfläche. Wer hier einzieht, lässt Omas Eiche massiv-Schrank besser, wo er ist, und mit der Sofalandschaft wird es auch nichts.
Doch die Iserlohner lieben ihr kleines Haus, das im 18. Jahrhundert vermutlich auf einem abgetragenen Wehrturm der ehemaligen Stadtmauer errichtet wurde. Der Verein Iserlohn-denkMal e.V. trieb in den zurückliegenden Jahren die Restaurierung des vom Abriss bedrohten Mauerhauses voran. Mit finanzieller Unterstützung und tatkräftige Hilfe von engagierten Freunden des kleinen Hauses schmiegt es sich nun mit seinem wiedergewonnenen Charme zwischen die anderen Fachwerkhäuschen in der Altstadt – die auch nicht viel größer sind.
Am „Tag des offenen Denkmals“, Sonntag, 12.09.2021, war MK Live TV vor Ort und sprach mit Holger Lüders, dem 1. Vorsitzenden des Vereins Iserlohn-denkMal e.V. über die wechselvolle Geschichte des Hauses, die Restaurierung und seine Zukunft … denn inzwischen wird das „Haus der kleinen Leute“ wieder bewohnt: Von jungen Menschen, die in Iserlohn ein Freiwilliges Jahr oder den Bundesfreiwilligendienst absolvieren.
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Tag des offenen Denkmals

Geschichte live erleben! Am kommenden Sonntag, 12. September 2021, findet endlich wieder der „Tag des offenen Denkmals“ statt. Live und in Farbe. Real und digital!

Ganz besonders freut sich der Heimatverein Kiespe auf diesen Tag, denn nach vielen, vielen Monaten im Lockdown kann den Ingenieuren und Mechanikern im Schleiper Hammer wieder bei der Arbeit zugeschaut werden; das Bakelit-Museum, ein absoluter Geheimtipp mit „Ach so!“-Effekt, die Rhadermühle (Brotbacktag!!!) und die Margarethenkirche – die einzige mit Zwiebelturm weit und breit – laden ein. In Kierspe-Rönsahl lässt sich bei einem Rundgang in der Historischen Brennerei in Erfahrung bringen, warum hier heute Bier gebraut wird.

Stellvertretend für die ganze Bandbreite sehenswerter Denkmäler haben wir uns den Schleiper Hammer herausgegriffen und stellen ihn euch vor. Vielleicht habt ihr am Sonntag ja Lust, dort vorbeizuschauen!

Im Märkischen Sauerland haben außerdem geöffnet: die drei Museen des Märkischen Kreises – Burg Altena, Drahtmuseum und Luisenhütte –, Haus Nachrodt in Nachrodt-Wiblingwerde, und die Werksarbeitersiedlung am Langenstück (Nachrodt) zeigt sich illuminiert. In Herscheid öffnet der Ahe-Hammer seine Pforten. Alle Angebote sind kostenlos. Hammermäßig!

Infos zum „Tag des offenen Denkmals 2021“ unter: https://www.tag-des-offenen-denkmals.de/
Zum Ahe-Hammer unter: https://www.wassereisenland.de/de/Toubiz-POI/Ahe-Hammer
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Unser Dorf hat Zukunft

UNSER DORF HAT ZUKUNFT! Für den Kreiswettbewerb 2021 haben sich elf Dörfer und Ortsteile aus dem MK herausgeputzt. Von Halver bis Menden wurde gewienert, gepflanzt und auf Vordermann gebracht, um die Bewertungskommission aus Vertreterinnen und Vertretern von Politik und Verwaltung willkommen zu heißen. Drei Tage lang, vom 30. August bis zum 01. September, bereiste die Jury die teilnehmenden Orte und ließ sich vom Tatendrang der Märker beeindrucken.

MK Live TV ist einen Tag lang mitgereist und sprach unter anderem mit Kreisheimatpfleger Rolf Klostermann und Projektleiterin Isabelle Schöneborn (Märkischer Kreis) darüber, worauf es beim Wettbewerb eigentlich ankommt.

Übrigens, den Gewinner … der anschließend am Landeswettbewerb und vielleicht sogar am Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teilnimmt … verraten wir euch auch 😉

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Führer, wir gehören dir.

Erste digitale Ausstellung im Kreisarchiv: Kreisarchivar Ulrich Biroth über eine manipulierte Jugend, erstaunliche Exponate und die Vorteile der Digitalisierung

„Führer, wir gehören Dir“. Eine markige Textzeile aus der Hymne der Hitlerjugend „Vorwärts, vorwärts“ steht als Titel über der ersten digitalen Ausstellung des Märkischen Kreises. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kreisarchivs haben eindrucksvolle Exponate über die Jugend unter dem Hakenkreuz in den Märkischen Städten und Gemeinden zusammengetragen. Und zwar mit Unterstützung der Märkischen Sauerländer: Die haben nämlich in ihren alten Kisten auf Dachböden und in Kellern gekramt und erstaunliche Exponate zutage gefördert. Etwa alte Lesebücher, Portraitsfotos von jungen Menschen in der Kluft der NS-Jugendverbände, Zeitungsberichte über Aufnahmerituale und Zeltlager, über Kriegshilfseinsätze von Schülern und Todesanzeigen junger Soldaten, die auf den Feldzügen für Volk und Vaterland ihr Leben ließen.

Kreisarchivar Ulrich Biroth berichtet im Interview mit MK Live TV, wie die Archivare bei der Beschaffung und Sichtung von Material vorgegangen sind, wie sie die digitale Ausstellung konzipiert haben und welche Vorteile so eine Ausstellung remote für Besucher:innen mit sich bringt.

Zur digitalen Ausstellung „Führer, wir gehören Dir. Jugend in der NS-Zeit im heutigen Märkischen Kreis“ gehts übrigens hier entlang: https://ausstellungen.deutsche-digitale-bibliothek.de/jugend-im-nationalsozialismus/#s0

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